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Oder auch: Fuck That Bloody Part!!!
Autor: Simon Stimmung: Gut (bei mir teilweise eher heiter bis wolkig...) Musik: Pantera – Walk
Tach auch! Nachdem unser allerliebster Stimmbandinstrumentalist ganz zärtlich darauf hingewiesen hat, dass drei Leute irgendwie ihren Blog nich geschrieben haben, leg ich dann mal einfach nach, auch wenn das alles schon etwas her ist.
Freitag Kurz noch beim werten Herrn Bruder Gebhardt vorbei, um uns mit dem nötigen Gitarrengesumps einzudecken und schon ging's los im heimischen WHORIZON-Studio. Bevor irgendein Aufbau vonstatten ging konnte sofort ein kleiner Erfolg gefeiert werden: In nur 2 Minuten war der Akustikpart drin und saß tight überm Click... Dann ging's erstmal ans Aufbauen und Bier trinken (Ja, da hatten wir echtes, kaum zu glauben, aber doch schöner als Fanta!) Nachdem die Wall of Amps installiert und der Sound ordentlich gemischt war, zog sich mein bis zu dieser Uhrzeit noch einziger Mitstreiter Pati in die Welt der Jedis zurück und ich hab mich locker-flockig so'n halbes Stündchen warmgespielt und -getrunken. Dann ging's endlich los, ich war schon gallig wie die Hölle drauf: Aufnahmebeginn für die zweite Gitarre!!!!! Erstmal was einfaches lautete die Devise und so begab ich mich zuerst an „The seventh offspring of divine Babylon“, glaub ich, heißt das Ding... Das Ganze ging dann auch in der erwarteten Zeit und ohne nennenswerte Probleme über die Bühne. Ein kleiner Feedback wollte dann doch nicht so richtig und musste ein paar mal nachgelegt werden, das war aber auch alles. Darauf erstmal n Bierchen! Währenddessen fanden sich nun auch Daniel und Philipp ein, um uns ein wenig zu begleiten . Beschwingt und heiter sollte es nun „Burn for me“ sein. Ja, das sollte es. Wurde es aber nicht. Nach einer Dreiviertelstunde vertaner Zeit und der an mich selbst gerichteten Frage, ob ich überhaupt Gitarre, geschweige denn diesen, schon seit über drei Jahren anwesenden Song, spielen könnte, schluckte ich Frustration, Zweifel und ein wenig Bier herunter und begab mich einfach an den nächsten Song: Metal Journey! Und da gab es nun wirklich nix zu bemängeln, auch nicht bei diversen Schremmel-Parts, die mir fünfzehn Minuten zuvor bei „Burn for me“ noch das Genick brachen. Eine gute halbe Stunde später war unser neuestes Werk um eine Gitarrenspur reicher und ich schon wieder deutlich entspannter und zufriedener. Nachdem mir das von meinen werten Herren Bandkollegen bestätigt wurde, hieß es dann : Darauf erstmal n Bierchen! Da mittlerweile der ein und andere Zaungast eingetroffen war (ein Wikinger, ein schwarzer Mann und ein großes, breites Krub), wurde diese Pause etwas ausgedehnter, das Bier floss und irgendwann kam der Entschluss: „A New Whorizon!“ soll es sein. Also ab ins Aufnahmekabuff und weiter geht’s: Was soll ich sagen: Es dauerte zwar länger als bei meinen Vorgängern, aber es lief so, wie ich es mir vorher gedacht hatte. Kein wirkliches Problem, einzig der unglaublich lange Achtel-Durchgeschlage-Part brachte mir beim sechsten oder siebten verpatzten Take beinahe eine Sehnenscheidenentzündung bei. Dafür konnte ich mit meinem sehr tief aus der Seele entsprungenen „Neeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiin!“ den Axel herzlich zum Lachen anregen. Die Erlösung folgte aber prompt und auch diese Hürde ward genommen. Das sollte es für diesen ersten Tag gewesen sein, nur drei Songs, statt der angestrebten vier, aber es lagen ja noch zwei Tage vor uns. Somit blieb nur noch eins: Darauf erstmal n Bierchen!
Samstag Da aus dem einen Bierchen dann doch ein paar mehr wurden, da die Runde recht heiter war, traf man sich zwar frohen Mutes, aber körperlich leicht angeschlagen am nächsten Tag zur Fortsetzung der Gitarrenparts. Philipp, Pati, Daniel, der Hansi und ich saßen in vertrauter Runde, zischten ein Bierchen, spielten uns ein, bzw. ein wenig X-Box und dann konnte es weitergehen. Doch zuvor wurden die Ergebnisse vom Vortag noch einmal zur Probe durchgehört. Nachdem feststand, dass alles gut im Kasten war, ging es mit „Black“ weiter. Das Intro muckte leider recht lang, dafür klappte der Rest erwarteterweise (Strophen und Gedöns) bzw. erstaunlicherweise (Zwischenteil) schön zügig, sodass alle recht zufrieden waren mit diesem zweiten Start. Also hieß es: Darauf erstmal n Bierchen! Der zweite Song des Tages war dann „Descend“. Ich sags vorneweg: Darauf bezieht sich dann die zweite Überschrift. Der erste Teil. Ich hasste ihn. ICH HASSTE IHN!!! Trotz ergiebigen Übens schlich sich in die schnellen Staccato-Läufe immer irgendwo ein kleiner, mieser, gammeliger Fehler ein. Kurz, bevor ich ausrasten wollte, blickte mich Philipp ernst an, sagte mir, welch erschreckend hohe Zahl an Takes ich bereits verbraucht hatte und drückte erneut auf „Rec“. Und was soll ich sagen: Der Take saß. Man muss halt nur den Hund in die Klöten kneifen (oder so... ) Auch wenn der erste Zwischenteil nochmal kurz meine Nerven strapazierte, gingen die restlichen zwölftausend Riffs dieses Songs alle leicht von der Hand und nach zwei Runden Probe-Hören stand es endlich fest: Ich war erlöst!!! Darauf erstmal n Bierchen! So, jetzt gings um die Wurst. Philipp war mit Steffi (die uns seit etwa ner Dreiviertelstunde auch schon mit ihrer Anwesenheit beglückte) zum Essen-Holen gefahren, Daniel war in sein Samstag-Abend-Programm entfleucht und ich wagte mich an meinen Todfeind vom Vortag: Burn for me. Eine knappe Dreiviertelstunde später hatten Pati und ich den Song bereits zweimal Probe gehört, zwei Stellen ausgebessert und warteten aufs Essen. Mein Selbstvertrauen war wieder da, das Rätsel um meinen Freitags-Blackout wird aber wahrscheinlich nie gelöst werden. Sei's drum, ich sagte mir, zum letzten Male am Samstag: Darauf erstmal n Bierchen!
Sonntag Der Samstag-Abend verlief meines Wissens nach recht ruhig, ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, ob wir den Proberaum noch in Richtung einer anderen Festivität verlassen haben und wenn ja, welche das war. Am Sonntag trafen wir uns jedenfalls deutlich frischer als am Samstag. Beginnen durfte heute aber der liebe Patrik, er spielte noch drei, vier, fehlende Overdubs und ein fehlerhaftes Riff ein. Danach begab ich mich auf das kuschelige Sofa, um die letzten Schnipsel einzuspielen und ein paar Fehlerchen in Black auszumerzen. Damit begann das Ganze dann auch, sehr problemlos, genauso wie auch diverse kleine Overdubs für „The seventh Bla-bla-bla“ und „Descend“, sowie mein Clean-Part in Burn for me. (Ich weiß, nicht ob es die Aufregung war, aber ein First-Take blieb mir hierbei leider verwehrt... ) Dann kamen meine Soli. Es dauerte zwar lang, aber nicht deutlich länger als befürchtet und nach drei Stunden Sonntags-Aufnahmen, waren drei Spuren unseres neuen Demos komplett im Kasten, wir waren zufrieden, ich war geschafft und es hieß ein aller- allerletztes Mal: Darauf erstmal n Bierchen! SIMON
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